Artikel 2011


AZ 14.11.2011 / Beate Vogt Gladigau

NORHEIM / TOLLE WEINPROBE BEIM NFN

Hier ist die Idee, mit einer närrischen Weinprobe die fünfte Jahreszeit einzuläuten, den Narren Freunden Norheim (NFN) gelungen. Im „Ausweichquartier“, der „Rotenfelsstube“ in Traisen, machten Vorträge, Sketche, Stimmungslieder und Schunkelrunden in der Kombination von edlen Tropfen und Karneval Lust auf die Kampagne. Keine Geringere als Ex-Naheweinkönigin Carolin Spyra führte schlagfertig und in adeliger Haltung in den Genuss von Weißburgunder, Riesling, Gewürztraminer und Dornfelder ein, wobei die ehemalige Majestät natürlich ein stilvolles Weinglas benutzte, während Präsident Stephan Senft „demonstrativ“ zur Flasche griff.

Mit flotten und frechen Sprüchen kalauerte Senft als „Noremer Bub“ durch den Abend. Schließlich sollte der Ruf „mir sin die beschte von der Noh“ auch durch Wortgeplänkel und gute Laune bestätigt werden. Björn Lanzerath begleitete die gut aufgelegte Runde musikalisch.

Wenn der Narren-Präsident am Reden ist, dann ist er das genussvoll und wird gerne gehört. Daher auch sein Spitzname „Thomas Gottschalk von der Nahe“. Doch mit der Bemerkung, dass er die Sendung „Wetten, dass ...“ definitiv nicht als Nachfolger des Entertainers übernehme, enttäuschte er zwar seine Fans, bleibt aber dadurch der Noremer Fastnacht erhalten. Das tröstete wieder.

Gepfeffert war der Beitrag von Lukas Stotzem, der über „tönende“ Magenbeschwerden witzelte. Als Vereinsprotokoller teilte Erwin Gallon aus. Stefan Saam erinnerte an seine Profession als Radwege-Wächter mit seinem umgebauten Feuerwehr-Fahrrad, und Kay Wallraff trat in seiner Paraderolle als „Mann im Mond“ auf. Stimmungskanonen waren auch Gitte und Frank Herzog, die vergnügt, treffend und fetzig Lieder umgetextet hatten.

Begehrt war außerdem die Tombola, denn als Hauptpreis winkte ein Wellness-Wochenende in einem Vier-Sterne-Hotel in der Nähe von Stuttgart.

Tradition soll nicht einschlafen

 1.10.2011 Norheim

von Beate Vogt-Gladigau

 

FASTNACHT

Die NFN Norheim wollen neue Gruppen und Wagen zur Teilnahme am Rosenmontagsumzug motivieren

„Normale“ Nachwuchssorgen haben die Narren Freunde Norheim (NFN) keine. Seit sie nach der Fusionierung der beiden ehemaligen Norheimer Fastnachtsvereine FdF und NCN in der Kampagne 2009/2010 die Kinderkappensitzung wieder aufleben ließen, gibt es einen Nachwuchsboom, strahlen Präsident Stephan Senft und Pressesprecher Kay Wallraff. Bei den Aktiven sieht es ebenfalls bestens aus, und der NFN ist in den zwei Jahren seit der Gründung mittlerweile zum zweitgrößten Verein in der Weinbaugemeinde gewachsen. „Wir sind eine ‘Hausnummer’ in Norheim geworden“, sagt Wallraff stolz.

Aber: Der Rosenmontagsumzug kann noch etwas Zuwachs vertragen, damit diese Tradition, die es seit über 50 Jahren gibt, nicht einschläft, sondern fester Bestandteil der Norheimer Fastnacht bleibt. Der Zug 2010 war schön, aber klein, es war „superlustig und wir hatten viel Gaudi“, so Wallraff. Aber „es könnten 2 000 Zuschauer sein und nicht 200 wie jetzt“, erwartet Senft bei mehr Motivwagen und Fußgruppen. Schließlich geht die Fete nach dem Lindwurmspektakel in der Rotenfelshalle weiter.

Stetig habe die Teilnehmerzahl am Rosenmontagsumzug abgenommen, so Senft, und den Tiefststand gab es 2007, als der Zug ausfiel, weil niemand ihn organisieren wollte. „Der Zug ist unser karnevalistisches Problemkind.“

Doch so schnell geben Karnevalisten nicht auf, und ein Hoffnungsstreifen zeigt sich schon am Horizont. Senft hat alle Vereine und Institutionen aus der näheren Umgebung als Mitstreiter in spe angeschrieben, beziehungsweise ist noch dabei. 89 E-Mails sind schon versandt. Am Ende werden es 120 oder 130 sein. Und dann wird im Oktober/November nachtelefoniert. Durch „Werbegespräche“ auf Festen oder auf dem Kreuznacher Jahrmarkt kurbeln Wallraff und Senft außerdem die Mund-zu-Mund-Propaganda für das Unternehmen Rosenmontagszug an. Schön ist es, dass die Norheimer Vereine wieder mit im Narren-Boot sitzen. Das tun auch Cliquen wie die „Närrischen Hausfrauen“ oder der „Wodka-Verein“, und die Turnkinder haben schon im Juli nach dem Motto gefragt, um sich entsprechende Kostüme anzufertigen. „Wilder Westen“ lautet das Motto der kommenden Kampagne. Passende Utensilien zu dieser Vorgabe möchte auch der Nachwuchs im Kinderegarten wieder basteln, weiß Senft.

Wallraff gibt zu, dass der finanzielle Aufwand für den Bau eines Motivwagens groß ist und die Forderungen des TÜV auch nicht ohne sind. Der Abstand zum Straßenboden ist ebenso reglementiert wie ein Rutschschutz oder Haltegurte, und die TÜV-Abnahme kostet 100 Euro! Früher habe man einfach die Rolle vom Bauern nebenan genommen und sie geschmückt, erinnert sich Wallraff an die „gute alte Zeit“.

Aber Senft und Wallraff spekulieren nicht nur auf den Zuwachs rollender Zugteilnehmer, zumal die Route durch den alten Ortskern keine allzu ausladenden Wagen mit Kurvenmanövern verträgt, sondern auf Gruppen, „die herzlich willkommen sind“. „Jeder kann mitmachen“, lädt Wallraff ein und denkt dabei auch an Firmen, die Spaß an Jux und Dollerei an einem Nachmittag und Abend in Norheim haben, oder an private Teams.

„Wir sind Narren und machen etwas für Narren“, bekräftigen Senft und Wallraff ihr Credo, denn die Organisation eines solchen Umzugs ist enorm. Wagen und Gruppen können einfach nur kommen, mitfahren oder mitgehen und ihren Spaß haben.

Auch dieses Angebot steht: Gruppen, die noch keine Idee haben, wie sie sich lustig und fantasievoll präsentieren können, erhalten aus der Ideenschmiede des NFN gerne Anregungen. Behilflich sind die Narren Freunde Norheim auch bei der Sponsorensuche, und Wurfmaterial gibt es zur Unterstützung ebenfalls.

 

Rosenmontagsumzug erweitern

14.09.2011 - NORHEIM

 

(bev). Der NFN (Narren Freunde Norheim) möchte den Rosenmontagszug erweitern. Seit über 50 Jahren gibt es diesen Umzug zu Ehren von Gott Jokus, in jüngster Zeit haben die „teilnehmenden Gruppen aber leider abgenommen“, schreibt Präsident und Zugmarschall Stephan Senft. Daher wendet er sich an Vereine, Institutionen, Gruppen und weitere aktive Teilnehmer, die Spaß an Brauchtumspflege und Tradition haben, den Umzug wieder zu beleben. Die kommende Kampagne hat das Wild-West-Motto „Der Sheriff schießt, die Meute lacht, in Norem is jetzt Fassenacht“. Wer Interesse hat: Stephan Senft ist jeden Tag ab 15.30 Uhr unter der Mobil-Nummer 01 51 / 23 45 22 43 zu erreichen.

 

 

Allgemeine Zeitung am 18.6.11

Norheim 

Norheimer Narren blühen auf

18.06.2011 - NORHEIM

 

(bev). Die Bilanz von Stephan Senft über die zurück liegende Kampagne fiel rundherum positiv aus. Der Präsident des noch jungen Vereins „Narrenfreunde Norheim“ (NFN), der aus der Verschmelzung von FdF (Freunde der Fastnacht) und NCN (Narrenclub Norheim) nun erfolgreich in Norheim die Fahne für Gott Jokus hochhält, zog das Fazit: „Der NFN lebt, die Norheimer Fastnacht blüht auf“ und sei bekannt auch über die Dorfgrenzen hinaus.

Senft berichtete über die schon frühzeitige Vorbereitung der Kampagne 2010 / 2011. Bereits im Mai hatten die Tänzerinnen und Tänzer an einem Workshop mit einem professionellen Tänzer teilgenommen und sich für die Session „aufgewärmt“. Die einzelnen Tanzgruppen hatten aber auch „Aktionstage“, um sich auf die große Prunksitzung in der Rotenfelshalle vorzubereiten, die bis in den letzten Winkel besetzt war. „Wieder nahezu perfekt“, schwärmte Senft von der Kinderkappensitzung, bei der 60 Nachwuchs-Aktive „ein Programm der Superlative“ präsentierten. Klein aber ausgesprochen lustig war der Romo - Rosenmontagszug - in Norheim. Auch bei der „Kreiznacher Narrefahrt“ und beim Umzug in Waldböckelheim waren die NFN vertreten.

Aber auch die Geselligkeit war nicht zu kurz gekommen. Die „Young Chears“ hatten viel Spaß bei einem Zeltlager. Außerdem beteiligten sich die NFN engagiert an Veranstaltungen im Ort wie vorweihnachtlicher Markt, begehbarer Adventskalender oder Ballonfahrertreffen.

Kaum Lücken gibt es im Terminkalender der NFN bis zum Ende der Kampagne 2011 / 2012. Die NFN werden sich aber auch an Norheimer Festen wieder beteiligen, ein Kinder-Sommerfest ausrichten und einen Ausflug für Mitglieder organisieren.

Mit der Arbeit des Vorstandes waren die Mitglieder hochzufrieden und bestätigten alle Amtsinhaber einstimmig. Das sind Präsident Stephan Senft, seine Stellvertreterin Nadine Eckes, Protokollarius Kay Wallraff, der von Martina Sax unterstützt wird, Schatzmeisterin Melanie Wetzmüller, der Carola Schmitt zur Seite steht, sowie die Beisitzer Simone Senft-Hilgert, Irmhild Stotzem und als Neuer im Bunde Josef Lanzerath.

 

Norheimer Großkatzen blieben lieb

08.03.2011 - NORHEIM

Von Beate Vogt-Gladigau

 

NARRENZUG AM ROTENFELS Rote Nasen beim Umzug - natürlich nicht vom guten Wein, sondern vom bitterkalten Wind

So viele Jecken wie seit Jahren nicht mehr säumten den Faschingszug des NFN (Narren Freunde Norheim). Motivwagen und Fußgruppen schlängelten sich als fantasievolle Zugnummern durch das älteste Weindorf an der Nahe, der Ruf „Norem Helau“ erschallte zigmal und endete nach der Open-Air-Party mit einer zünftigen Fete in der Rotenfelshalle. Schon bei dem Zug durch die Gemeinde konnten Aktive und Zuschauer Station an Ständen machen. Rote Nasen mussten angesichts des bitterkalten Windes nicht erst geschminkt werden, sondern die gab es gratis. Dem Jubel und der Faschingsfreude tat dies aber keinen Abbruch.

Alle Garden des NFN - von klein bis groß - waren im Zug vertreten und eine Augenweide in ihren Kostümen. Viel Stimmung verbreitete auch NFN-Präsident Stephan Senft auf dem Prunkwagen der Komiteeter, während die Roxheimer Teufels-Musiker die Backen dick aufbliesen und mit fetzigen Weisen den Lindwurm begleiteten.

Wieder dabei waren die „Närrischen Hausfrauen“, die sich in Löwen-Kostüme geschmissen hatten, aber ganz friedlich die Narren am Wegesrand mit flüssigem Labsal versorgten. Krallen zeigten sie keine, sondern nur Frohsinn im Gesicht. Jedem Maler machte die Traditionsgruppe „Sunneblum“ Konkurrenz, den sie trippelte als Farbtupfer im Lindwurm mit. Die kunterbunten Kostüme hatte sie selbst genäht - „und die Perücken haben wir uns selbst aufgesetzt“, war von der putzmunteren Truppe zu erfahren. Der örtliche SV 08 demonstrierte, dass es neben Gott Jokus noch einen Fußballgott gibt - beides ließ sich närrisch kombinieren. Ein Hingucker waren auch die „TV-Mamis“ plus zwei Vätern, die umringt von kleinen grünen putzigen Drachen waren. Der Nachwuchs hatte seinen Spaß am Auftritt in der Manege, pardon in Straßen und Gassen.

Natürlich durfte auch ein Markenzeichen der Gemeinde nicht fehlen: der Wein. Der Buchenländerhof hatte den Slogan der Kampagne aufgegriffen, versetzte die Besucher am Wegesrand in ein Dschungelcamp, einschließlich Größen dieser TV-Show. „Holt mich hier raus“, kam aus vollem Herzen, denn diese Erfahrung hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Weinguts wohl gemacht und auf dem Motivwagen proklamiert: „Im Dschungelcamp, do gibt’s ke Wein. Drum gehen mer zu Butz, der schenkt uns gern ein!“

 


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